Vorstandswahlen im Wittener Saalbau

28.02.2024
Wir stehen vor großen Herausforderungen!

„Bei uns arbeiten und engagieren sich Menschen aus über 80 Nationen. Ohne sie könnten wir die Bude dicht machen. Aber Familien und Kinder, die nun Angst haben, können sicher sein: Wie eine Brandmauer stehen wir vor ihnen. Wir werden gegen die Feinde der Demokratie kämpfen“, rief Michael Scheffler, Vorsitzender der Arbeiterwohlfahrt (AWO) im Bezirk Westliches Westfalen im Wittener Saalbau. Dort hatten sich am Samstag Delegierte aus allen Ortsvereinen im EN Kreis versammelt, um einen neuen Kreis- und Unterbezirksvorstand zu wählen.

 

Die letzten Wahlen hatten vier Jahre zuvor, knapp vor den ersten Kontaktbeschränkungen wegen der Corona-Pandemie stattgefunden. „Die AWO hat während der Pandemie funktioniert und die Menschen nicht im Stich gelassen. Ehren- und Hauptamtliche haben eine richtig gute Leistung vollbracht“, unterstrich der wiedergewählte Kreis- und Unterbezirksvorsitzende René Röspel und erinnerte unter anderem an Telefonketten und Impflotsen, die für ältere Menschen Impftermine vereinbarten und sie zu Impfzentren brachten. „Errungenschaften der Pandemie“ seien nun digitale Angebote, die es weniger mobilen Menschen möglich machen, auch von zu Hause am Bingo, an der Sitzgymnastik und Quasselgruppen teilzunehmen.

 

„Wir müssen fast noch Geld mitbringen, um unsere Arbeit zu verrichten“, brachte Röspel die wachsenden finanziellen Probleme in allen Tätigkeitsfeldern der AWO EN, von den Kindertageseinrichtungen über die Werkstätten für Menschen mit Behinderungen bis zur Drogenberatung, auf den Punkt. „Wenn der Wehretat steigen soll, kann der Hut nicht im Sozialbereich rumgehen“, hatte zuvor Michael Scheffler Mittelkürzungen im Sozialbereich eine deutliche Absage erteilt.

 

Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP) habe „ein großes Herz für Porschefahrer“ und kein Problem damit, dass die Armut weiter steige, merkte Scheffler zum aktuellen Vorschlag des Ministers an, Sozialleistungen einzufrieren, um den Wehretat aufzustocken. „Wir müssen ganz deutlich machen, dass das mit der AWO und der Sozialdemokratie nicht zu machen ist“, unterstrich der Bezirksvorsitzende und forderte eine höhere finanzielle Beteiligung von Bürger*innen mit hohen Einkommen und Vermögen.

 

Fachkräftemangel, sinkende Einnahmen, Sanierungsstau an Liegenschaften, immer noch fehlende Qualitätsstandards in den Offenen Ganztagsschule, der Ausbau der Digitalisierung und noch viel mehr Herausforderungen, so Geschäftsführerin Esther Berg, müsse sich die AWO EN - mit aktuell rund 1500 Mitarbeitenden einer der größten Arbeitgeber im Kreis - in den kommenden Jahren stellen. „Erstmals nach Jahren werden wir im Sommer in unseren 32 Kitas keine offenen Stellen mehr haben. Dass wir 100 Auszubildende in unseren Einrichtungen beschäftigen, zahlt sich hier aus“, beschrieb Esther Berg eine positive Entwicklung angesichts des drastischen Fachkräftemangels gerade in diesem Arbeitsfeld.

 

Die Zahl der Mitglieder der AWO EN ist in den vergangenen Jahren um zehn Prozent auf rund 2400 gesunken. Dass, so betonte René Röspel, sei aber nicht gleichbedeutend mit Inaktivität. Es gebe viele Aktive, die bereit seien sich zu engagieren, aber keine Vereinsarbeit leisten wollen. Eine Änderung der Satzung, der die Delegierten am Samstag zustimmten, ermögliche es nun, statt in Ortsvereinen in Gruppen zu arbeiten, die keine Vorstandsgremien brauchen. Michael Scheffler appellierte an die Delegierten: „Wir müssen unsere Fenster und Türen weit aufmachen und alle Menschen mit und ohne Migrationshintergrund willkommen heißen, damit sie bei uns Raum finden sich zu engagieren. Ihr müsst dazu beitragen, dass die AWO ein Mitgliederverband bleibt.“

 

Der neu gewählte Kreis- und Unterbezirksvorstand setzt sich wie folgt zusammen: Vorsitzender René Röspel, Stellvertreterinnen Renate Alshuth und Martina Drucks, Beisitzer im Kreisvorstand Axel Echeverria (MdB SPD) und Arno Förster, weitere Beisitzer*innen im Unterbezirksvorstand sind Kevin Drucks, Gerda Fischer-Kleine Herzbruch, Maximilian Meiners, Brigitte Krüger, Gabriele von Scheven, Ralf Kapschak und Brigitte Woelke.

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